Bistum startet Imagekampagne im Kreisdekanat Borken

Weihbischof Dr. Christoph Hegge (Mitte), Kreisdechant Christoph Rensing (links) und Kreisdekanatsgeschäftsführer Matthias Schlettert stellten die Plakatmotive der Markenkampagne vor, die die katholische Kirche im Bistum Münster startet.

Kreis Borken (pbm/acl). Weihbischof Dr. Christoph Hegge hatte sein Lieblingsmotiv schnell bestimmt: „Der Junge, der etwas gelangweilt in der Schule sitzt.“ Mit diesem Bild und dem dazugehörigen Slogan „Finden nicht alle gut“ wirbt die katholische Kirche im Bistum Münster künftig für ihre 32 bischöflichen Schulen. „Das Gesicht kann ich gut nachempfinden, im Alter von zwölf, dreizehn Jahren fand ich das auch nicht immer gut“, sagte Hegge mit einem Schmunzeln.
Mit Kreisdechant Christoph Rensing stellte der Weihbischof am 5. Oktober das neue Logo, den neuen Claim und damit auch die neue Imagekampagne des Bistums im Forum Mariengarden in Burlo vor. Die mehr als 160 Haupt- und Ehrenamtlichen aus dem Kreis Borken zeigten sich dabei vor allem von den teils provokanten, teils humorvollen, teils überzeichneten Fotos und Sprüchen der groß angelegten Plakataktion überrascht. Die Kampagne hat das Ziel, über die Vielfalt der Angebote der katholischen Kirche im Bistum besser zu informieren.
Das Thema sexueller Missbrauch, das die katholische Kirche zurzeit einmal mehr erschüttert, wollten die beiden Kirchenvertreter an diesem Abend nicht ausklammern. Hegge richtete seinen Blick vor allem auf die Opfer. „Gespräche mit Betroffenen offenbaren großes Leid und führen vor Augen, wie gravierend diese Straftaten sind.“ Der Weihbischof forderte eine „Null-Toleranz-Mentalität“ gegenüber den Geschehnissen. Kreisdechant Rensing bekräftigte diese konsequente Haltung und sprach sich für Klarheit und Transparenz aus: „Das ist die einzige Chance, Vertrauen zurückzugewinnen.“
Erst nach diesen klarstellenden Worten, ging es um die neue Kampagne und damit vor allem um das Thema Beziehung. „Wo katholische Kirche drin ist, soll auch katholische Kirche draufstehen“ – das war ein Ergebnis der vor mehr als drei Jahren vom Bistum in Auftrag gegebenen Zufriedenheitsstudie. Ein neues Logo samt Claim soll mehr Verbindung schaffen und Identität stiften. Weihbischof Hegge lobte die Klarheit des neuen Markenzeichens: „Das Kreuz ist das zentrale Symbol von uns Christen. Die Sprechblase soll ausdrücken, dass wir Teil dieses Kreuzes sind, Teil dieser Botschaft von Tod und Auferstehung, die durch uns weiter-gegeben wird.“ Auch Rensing hatte es die angedeutete Sprechblase anstelle des rechten Kreuzbalkens angetan: „Sie fordert uns auf, aufeinander zuzugehen, miteinander in Beziehung zu treten.“
Den neuen Claim „Für dein Leben gern.“ bezeichnete Weihbischof Hegge als „unheimlich positive Botschaft“: „Wenn wir das verinnerlichen und ausstrahlen, wird an der Tat sichtbar, dass wir zu Christus gehören.“ Rensing fügte hinzu, dass der Claim auch eine Antwort auf die Frage nach dem eigenen Engagement – haupt- wie ehrenamtlich – sei: „Für meinen Dienst kann ich das sagen und ich hoffe, es gilt auch für Ihren: Wir sind gerne für die Menschen da.“
Für Gesprächs- und Diskussionsbedarf sorgte die Kampagne. Nicht allen gefielen alle Plakatmotive, die nun in den Städten und Gemeinden des Kreisdekanates Borken an vielen Stellen zu sehen sein werden, doch unterm Strich gab es viel Zustimmung – vor allem für den Mut, eine solche Kampagne zu starten und deutlich zu machen, wo die katholische Kirche im Bis-tum Münster für die Menschen da ist.
Und weil es dem Bistum darum geht, Beziehungen zu stärken, hatten die Ehren- und Hauptamtlichen nach der Präsentation ausreichend Zeit, bei Gegrilltem und Getränken Kontakte zu pflegen und ins Gespräch zu kommen.

Weitere Informationen zur neuen Markenkampagne finden Sie unter                          https://www.bistum-muenster.de/Beziehung

Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

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