Katholikentag Münster 2018

Vom 9. bis 13. Mai 2018 fand in Münster der 101. Deutsche Katholikentag statt.

In seinen rund 1.000 Veranstaltungen wurde auf dem Katholikentag fünf Tage lang gemeinsam diskutiert, gebetet, gesungen, getanzt, gefeiert und innegehalten: Von Podiumsdiskussionen über Workshops, Beratungsangeboten, Ausstellungen und Konzerte bis hin zu kleinen und großen Gottesdiensten - für jeden war etwas dabei.

Foto: Achim Pohl, Bistum Münster

09.05.2018 Abend der Begegnung 18:45 - 22:00 Uhr
  • Münster (pbm/mw). „Über sieben Brücken musst du gehen“ – die Arme vieler Zuschauer wiegen sich im Rhythmus, etliche singen inbrünstig mit. Kaum ist die offizielle Eröffnung des Katholikentags vorbei, hat die „ABW-Band“ der Bewohner von Haus Hall schon ihr Publikum an der Bühne des Westmünsterlands vor der Lambertikirche restlos verzaubert. „Hier ist ja richtig was los“, staunt Dietmar Hahn aus Rösrath, „und die Stadt bietet einfach eine tolle Kulisse“.
    Stimmt. Die Kreisdekanate Borken und Coesfeld haben sich in Münsters Wohnzimmer am Prinzipalmarkt ausgebreitet. Es duftet nach frisch gebackenem Brot. Die verlockend riechenden Laibe kommen aus einem mobilen Holzofen. Und sind etwas ganz besonderes, „aus Dinkel, der direkt hinter der Burg Vischering gewachsen ist – und mit Buttermilch im Vorteig“, stellt Bäcker Jörg Terjung aus Lüdinghausen heraus. Gerne lässt er die Gäste probieren – und seine Brotlaibe gehen weg wie warme Semmeln. Echt lecker halt.
    Auf der Bühne ist inzwischen Moderator Daniel Krawinkel am Mikro. „Pausen“, sagt er und baut Spannung auf, um verschmitzt fortzufahren: „überbrückt man im Münsterland gerne mit Alkohol“. Munter talkt er mit Vertretern zweier münsterländischer Brennereien, bis diese es sich nicht nehmen lassen, ihm je ein edles Erzeugnis einzuschenken. „Köstlich“, lobt er und verweist das Publikum an die passenden Stände: „Sie sind hier im Münsterland, da gehört Korn dazu!“
    Von dort kommt Ulrike Wißmann, die in Altenberge zuhause ist. In der Hand hält sie ein Weinglas mit roséfarbigem Inhalt. „Sehr lecker, dieser Münsterländer Aperitif“, meint sie. Schön sei es, alle paar Meter nette Leute wieder zu treffen, ein bisschen zu reden und dann weiter zu gehen. Für sie hat der Abend auch was von einem Familientreffen.
    Für den Vizeweltmeister im Grillen, Robert Meyer aus Epe, ist es eine Ehre, als Vertreter der Region die Katholikentagsbesucher mit versorgen zu dürfen. Als typisch westmünsterländisches Gericht gibt es bei ihm Kalbstafelspitz, außerdem, weil es aktuell ist, Pulled Pork und – „Ganz klassisch: Chateaubriand im Darm, sprich Bratwurst“. Auch dort duftet es köstlich, die Schlangen an dem Stand mit Fleisch von Tieren mit artgerechter Haltung sind lang, viele Besucher genießen seine Erzeugnisse.
    Ein Ehepaar aus dem Siebengebirge brauchte nicht anzustehen. „Wir sind schon satt, unsere Gastfamilie in Sendenhorst hat uns liebevoll und reichlich versorgt“, freut sich Gisela Faßbender. Super nett und zuvorkommend seien die, von westfälischer Sturheit keine Spur. Das bestätigt auch ihr Mann Michael. Nach einer Fahrradpanne habe ihm eine örtliche Fahrradwerkstatt freundlich und schnell geholfen.
    Unterdessen bewegt sich eine junge Frau rhythmisch und geschmeidig mit ihrem ganzen Körper. Die Musik, die sie dazu inspiriert, kommt von der „Banda Tugurugudung“ aus Borken, einer Trommelgruppe der Musikschule. An Samba-Klängen kann sie nicht vorbei gehen, gesteht Theresa Roth aus Dresden. Sie lobt die große Spannbreite der Bühnenprogamme bei diesem Abend der Begegnung.
    Wie um dies zu bestätigen, spielt kurz darauf auf der Westmünsterlandbühne der Handglockenchor aus Gescher. Beinahe meditativ schwingen die Metallklangkörper, sphärische Klänge bringen das Publikum in einen Chillout-Modus. Gerd Wendt aus Wiesbaden jedenfalls ist kaum ansprechbar. Aber dann erzählt er doch noch, es sei eine faszinierende Musik, der Abend sei sehr abwechslungsreich – und das Wetter echt traumhaft.
    Positiv angetan ist am Ende auch Kreisdechant Christoph Rensing aus Borken. „Münster und die Regionen Coesfeld und Borken zeigten sich hier von ihrer gastfreundlichen und offenen Seite“, dieser Abend der Begegnung habe das Miteinander, den Austausch und auch das Kennenlernen gefördert. „Damit sind wir genau beim Thema Suche Frieden“, bilanziert Rensing.
    Johannes Arntz, Kreisdechant aus Coesfeld, freut sich ebenfalls. „Super viele froh gestimmte Leute, ganz unterschiedliche und nette Gespräche, dazu die Programme, die unsere Regionen auch kulinarisch widerspiegeln – Sehr schön.“ Mit einem gemeinsamen Abschlussgebet lassen die beiden Geistlichen den Abend der Begegnung mit dem Westmünsterland ausklingen.
    Bildunterschriften:
    Spielte auf der Westmünsterlandbühne mitreißende Afro-Brasilianische Rhythmen: die Sambagruppe „Banda Tugurugudung“ der Musikschule Borken.
    Meditativ-sphärische Klänge präsentierte der Handglockenchor Gescher auf der Westmünsterlandbühne beim Abend der Begegnung des Katholikentags.

    Foto: Simone Winking

     

     

10.05.2018 Bistumspräsentation 14:30 - 16:00 Uhr
  • Eis aus Maria Veen schmeckt auch bei 16 Grad und Nieselregen

    Kreisdekanat Borken stellt sich bei Bistumspräsentation vor

    Die Klassiker gehen immer: Vanille, Schokolade, Stracciatella, Malaga. Genussvoll schlecken die Gäste auf dem Liebfrauen-Überwasser-Kirchplatz ihre Eiscreme. Eine Erfrischung, die den Katholikentagsbesuchern schmeckt – auch, wenn sie sie bei gerade mal 16 Grad und Nieselregen am 10. Mai eigentlich nicht brauchen. Ausgeteilt werden die Kugeln von der „Eis-Lounge“ aus Maria Veen, einer ganz besonderen Eisdiele, weshalb das Team auch bei der Bistumspräsentation des Kreisdekanates Borken dabei ist. Die „Eis-Lounge“ gehört zum Benediktushof. Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen arbeiten hier zusammen – jeder nach seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
    Das Motto des Kreisdekanats Borken, unter dem sich das Westmünsterland den Gästen vorstellte, ist Programm in der Region: „Grenzenlose Möglichkeiten“, ergänzt um den Untertitel: „Vom Holzschuh zu Hightech“. Der Kreis Borken, sagte Kreisdekanatsgeschäftsführer Matthias Schlettert, „ist die Heimat vieler innovativer Weltmarktführer“. Von ihnen und weiteren Besonderheiten berichteten die Talkgäste auf der Bühne: Weihbischof Dr. Christoph Hegge, Kreisdechant Christoph Rensing, Landrat Dr. Kai Zwicker, der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises, Joachim Anicker, Betriebsleiterin Elisabeth Kranz und „Eis-Lounge“-Mitarbeiterin Simone von Kuick sowie IT-Unternehmer Benedikt Kisner. Moderiert wurde die Runde von Jelena Ruschulte von Radio WMW.
    „Vieles ist ökumenisch möglich“, lobte Rensing das unkomplizierte Miteinander zwischen katholischer und evangelischer Kirche im Kreis Borken. Das bestätigte Anicker: „Wir müssen heute schon gut begründen, wenn wir etwas nicht gemeinsam machen.“
    Dass die Ökumene ihm wichtig ist, hob auch Weihbischof Hegge hervor: „Wir haben eine gemeinsame Botschaft. Und die heißt Christus.“ Auch wenn im katholischen Westmünsterland der Glaube heute noch traditionell fest verwurzelt sei, so dürfe man nicht davor die Augen verschließen, dass sich dieses ändern werde. Das Spenden des Firmsakramentes sieht der Weihbischof als Chance, Menschen mitzunehmen und sie von Gott zu begeistern.
    „Ohne Kirchen ist das Leben im Kreis Borken nicht vorstellbar.“ Landrat Dr. Kai Zwicker nutzte die Gelegenheit und bedankte sich für das großartige Engagement, besonders das der vielen Ehrenamtlichen. Beispielhaft nannte er die Flüchtlingshilfe: „Sie haben viele Aufgaben übernommen, die wir nicht hätten leisten können.“
    Mehr über das leckere Eis verrieten anschließend Kranz und von Kuick: „Unsere Spezialitäten stellen wir aus überwiegend regionalen Produkten in Handarbeit selbst her.“ Dass man das schmeckt, davon ließen sich die Gäste vor der Bühne gerne überzeugen.
    Pressedienst Bistum Münster 10.05.2018
    Für die musikalische Unterhaltung sorgten Susan Albers und Stefan Paßerschroer aus Rhede. Das bekannte Duo trotzte dem Regen und ermunterte die Besucher vor der Bühne zum Mit-schunkeln.
    Bildunterschriften: Vor der Talkrunde schauten sich die Talkgäste mit den Besuchern vor der Bühne einen Clip über das Kreisdekanat Borken an.
    Die Besucher auf dem Liebfrauen-Überwasserkirchplatz trotzten Regen und kühlen Temperaturen.


    Fotos: Bischöfliche Pressestelle / Gudrun Niewöhner

10.05.2018 Chorfestival ab 14:00 Uhr
  • Am Fest Christi Himmelfahrt 10. Mai 2018 wird um 10 Uhr eine Eucharistiefeier für alle Besucher des Katholikentages auf dem Schlossplatz gefeiert. Die kirchlichen Chöre wurden gebeten, sich zu einem großen Bistumschor zusammenzuschließen und die Lieder und Gesänge gemeinsam mit den Besuchern des Festgottesdienstes musikalisch zu gestalten.

    Nach der Mittagspause besteht für einzelne Chöre die Möglichkeit, auf einer Bühne ein musikalisches Programm zu präsentieren. Dies koordinieren die Regionalkantoren. Über die Auftritte einzelner Chöre aus dem Kreisdekanat Borken können Sie sich über das Programmheft informieren. Um 16 Uhr startet dann auf dem Domplatz ein großes Begegnungskonzert aller Chöre: Im Mittelpunkt steht die Uraufführung eines 16-stimmigen Halleluja-Carillons. Das Werk verarbeitet den Ruf GL 175,4 in einer Komposition für vier große Regionalchorgruppen und Bläser.

    Außerdem sind für das Gemeinschaftskonzert vorgesehen: Schütz: "Singet dem Herrn", Mendelssohn: "Verleih uns Frieden", Heiß: "Friede, Friede", "Cantate Domino", Hochedlinger: "Gottes neue Welt", Schwering: "Da wohnt ein Sehnen", Reulein: "Jesus Christus, Sohn des Lebens", Becker/Kleinhenz: "Suche Frieden" sowie Händels "Halleluja" aus dem "Messias".

    Bocholter Chor „Allegro“ führt Singspiel auf - 10.05.2018 ab 12:00 Uhr

    Das Singspiel "Paulus - mit Ecken und Kanten", das der Bocholter Pfarrer Gregor Rolfes geschrieben hat, wird beim Katholikentag in Münster aufgeführt. Es wird am 10. Mai ab 12 Uhr vom Bocholter Chor "Allegro" unter der Leitung von Kantor Werner Hespe in der Erphokirche an der Ostmarkstr. 21 in Münster zu sehen und zu hören sein. Der Chor ist aus dem "Jungen Chor" hervorgegangen, mit dem das Stück über den Apostel seine Premiere feierte. Begleitet wird er von einem Projektorchester aus Streichern, Blech- und Holzbläsern, Schlagzeug, Bass und Keyboard sowie vier Sprechern. Für die Aufführung in Münster hat Kirchenmusiker Hespe zwei neue Stücke hinzugefügt. Der Musikstil nimmt das Genre des Neuen Geistlichen Liedes auf und ergänzt es mit Einflüssen aus Gospel und Jazz. „Bei den meisten Stücken können die Zuhörer leicht mitsingen.“ Programmhefte mit Noten gibt es am Eingang. Kantor Hespe freut sich, wenn viele einstimmen. „Die Musik versucht, durch dominant rhythmischen Stücke und intime Balladen neben leichten Klängen und verzahnten Kanons die Besucher anzusprechen“, beschreibt er die Vielfalt der Melodien.
     

11.05.2018 Singspiel "Der verwundete Mensch" 11:00 Uhr
  • In diesem Singspiel wird an das Leben von seelisch verwundeten
    Menschen, Obdachlose, Heimatlose, ihrer menschlichen Würde
    beraubten, erinnert.
    Diese Menschen haben den Frieden verloren bzw. er wurde
    ihnen geraubt. In dem Spiel wird das anhand eines
    Gerichtsprozesses dargestellt.
    Der bürgerlichen Gesellschaft wird ein Spiegel im Umgang mit
    diesen ausgegrenzten Menschen vorgehalten.
    Exemplarisch wird aus dem Leben dreier Menschen, in diesem
    Singspiel berichtet, ihr Werdegang und Schicksal beleuchtet.
    Da ist „Werner“, der den Tod seiner Eltern nicht verkraftet und gleichsam abstürzt.
    Da ist der Angeklagte „Bütterchen“, der sein und das Leben vieler auf der Straße lebenden Schicksalsgenossen, heftig betrauert.
    Da ist „Thomas“, ein sogenanntes Heimkind, begabt und erfolgreich, aber er scheitert an den gesellschaftlichen Ansprüchen unserer Zeit.
    Am Ende des Prozesses werden „Bütterchen“ und damit auch seine Schicksalsgenossen freigesprochen.
    Der verlorene Friede ist wiedergefunden.

    Gesänge und Musik umrahmen den Spielverlauf.

    Unter der Leitung von Norbert Nienhaus wirkt der junge Chor "Singsation" aus Ahaus-Graes mit.          Die Regie führt Silke Eumann, Dipl. Theaterpädagogin, Regisseurin und Schauspielerin. Das Bühnenbild hat Christoph Brüx mit Bewohnerinnen erstellt. Das Singspiel wird gefördert durch die Caritas GemeinschaftsStiftung für das Bistum Münster.

    Aufführungen:

    29.04.2018 um 17.00 Uhr im Reken Forum - Groß Reken
    11.05.2018 um 11.00 Uhr in der Marienschule - Münster (im Rahmen der Katholikentage in Münster)

11.05.2018 „Tour de Münster“ beim Katholikentag 2018
  • Die Tourbegleiter trafen sich an der Radstation vor dem Hauptbahnhof, um die Strecke gemeinsam vorab abzufahren (Foto: Bernhard Falke)

     „Münsters Fahrradfreundlichkeit ist sprichwörtlich. Es lag daher einfach nahe, im Rahmen des Katholikentags einen Programmpunkt speziell für Radfahrer anzubieten,“ erläutert Maria Kleingräber, Leiterin der Fachstelle Umweltschutz im Bistum Münster. Drei Etappen umfasst die „Tour de Münster“, eine ganz besondere Fahrradtour, zu der vier Organisationen am Freitag, 11. Mai, einladen und bei der sich die Teilnehmer über klimafreundliche Mobilitätsysteme informieren und austauschen können. Am Startpunkt, der Radstation am Hauptbahnhof in Münster, erfahren die Teilnehmer zunächst viel Wissenswertes zu einem Geschäftsmodell der Zukunft - dem Thema Radmobilität. Am Hafenplatz, der zweiten Station, werden die Radler einen kleinen „Markt der Möglichkeiten“ ansteuern. Hier werden ganz unterschiedliche Projekte und Mobilitätssysteme vorgestellt, denen allen eins gemeinsam ist: Sie sind klimafreundlich, flexibel und zugleich individuell – vom „Kirchenrad“ über Elektromobilität bis hin zu den vielen kreativen Möglichkeiten für Mobilität im ländlichen Raum. Der Caritasverband Westeifel beispielsweise informiert über die „Mitfahrer-Bank“, die in Dörfern Fahrer und Mitfahrer unkompliziert zusammenbringt. Der Bürgerbus aus Emsdetten/Saerbeck steht ebenfalls für eine interessante Idee, dank der man im ländlichen Raum mobil bleiben kann. Daneben können die Teilnehmer kleine Spritz-touren mit Lasten-E-Bikes oder Autos mit Wasserstoff- beziehungsweise Elektroantrieb unternehmen und sich über die Antriebsarten informieren. Das Stadtteilauto erklärt beispiels-weise das Prinzip Carsharing, und der Verein P.R.O. e.V. präsentiert einen Trecker, der auf Biosprit läuft. Die dritte Station schließlich lädt zum Austausch und zur Diskussion über das eigene Mobilitätsverhalten ein: Es geht in die autofreie Weißenburg-Siedlung im Süden der Stadt, wo die Menschen ohne eigenes Auto leben. Wie das funktioniert, darüber können sich die Teilnehmer mit Mitgliedern des Vereins Weißenburg e.V. austauschen. Die im wahrsten Sinne des Wortes gemeinsame „Erfahrung“ der Teilnehmer an unterschiedlichen Orten ist den Veranstaltern wichtig. Denn: Ob Klimafreundlichkeit gelingt – da sind sich der Sachausschuss "Schöpfungsverantwortung und nachhaltige Entwicklung" im Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster zusammen mit dem Verein zur Förderung kirchlicher Umweltarbeit und Umweltbildung (FKU e.V.), der Projektorganisation Regionale Öl-pflanzennutzung (P.R.O. e.V.) sowie der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der Deutschen Diözesen (AGU) sicher – entscheidet sich letztlich immer „vor Ort“ und ganz individuell in der Bereitschaft, seinen Lebensstil und sein eigenes Mobilitätsverhalten zu ändern.
    Die jeweils etwa zwei bis zweieinhalb stündigen Touren starten um 10, um 12 und um 14 Uhr an der Radstation am Hauptbahnhof in Münster. Insgesamt sechs Gruppen mit bis zu 15 Teilnehmern können sich auf den Weg machen. Die Fahrräder werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Ortskundige Tourbegleiter werden mit den Gruppen von Station zu Station radeln. Dabei sein können alle Katholikentagsbesucher mit gültigem Teilnehmerausweis. Anmeldungen sind per E-Mail an dioezesankomitee@bistum-muenster.de möglich.

     

     

12.05.2018 Wallfahrt nach Telgte 9:00 Uhr
  • Freuen sich auf die Wallfahrt nach Telgte während des Katholikentages (von links): Johannes Braun (Katholikentag), Domkapitular Dr. Klaus Winterkamp (Diözesanbeauftragter für den Katholikentag), Roland Vilsmaier (Geschäftsführer des Katholikentags), Silvia Backhaus (Katholikentagsbüro des Bistums Münster), Pfarrer Dr. Hans-Werner Dierkes (Leiter des Referats Wallfahrtsseelsorge im Bistum Münster) und Christian Meyer (Katholikentagsbüro des Bistums).
    Foto: Bischöfliche Pressestelle / Ann-Christin Ladermann                             

    Singend und betend wollen sie sich auf den Weg machen: Das Bistum Münster lädt die Teilnehmer des 101. Katholikentages am Samstag, 12. Mai, ein, in den zwölf Kilometer entfernten Marienwallfahrtsort Telgte zu pilgern. Es wird die einzige Wallfahrt im Programm sein, sagt Silvia Backhaus. Sie organisiert im Katholikentagsbüro des Bistums diese unter dem Leitwort „Lenke unsere Schritte auf den Weg des Friedens“, das dem Lukas-Evangelium entnommen ist.
    „Telgte ist seit Jahrhunderten einer der wichtigsten Wallfahrtsorte im Bistum, ein Ort, an dem Menschen vor dem Gnadenbild Mariens gebetet und so Trost und Hilfe bekommen haben, auch und gerade die Bischöfe Münsters. Von daher war es ein Anliegen unseres Bischofs Dr. Felix Genn eine Friedenswallfahrt in das Programm zu integrieren“, beschreibt Pfarrer Dr. Hans-Werner Dierkes, Leiter des Referats Wallfahrtsseelsorge im Bistum, die Idee zu diesem besonderen Angebot. Er wird die Fußpilger am 12. Mai begleiten. Ein Katholikentag, ergänzt Dierkes, lebe nicht nur von den unterschiedlichen Foren, den Diskussionen und Bühnenprogrammen, sondern auch von der Vielzahl und Unterschiedlichkeit der Gottesdienste: „Die Wallfahrt nach Telgte ist eine Möglichkeit, sich auf den Weg zu machen und auf diesem Weg als glaubende, hoffende und betende Menschen Gemeinschaft zu erleben.“
    Um 9 Uhr wollen sich die Wallfahrer von der NRW-Bank an der Friedrichstraße auf den Fußweg zum Gnadenbild machen. Dieser führt über die gesperrten Hauptverkehrsstraßen. Die Teilnehmenden erwartet eine traditionelle Fußwallfahrt mit Liedern und Gebeten und damit die „Erfahrung, als Glaubende für den Frieden auf dem Weg zu sein“, verspricht Dierkes.
    Größere Stopps sind unterwegs nicht geplant: „Wir rechnen mit etwa zweieinhalb Stunden für die Strecke“, sagt Silvia Backhaus. In Telgte angekommen, haben die Wallfahrer Zeit für einen Mittagsimbiss auf den Emswiesen, zu dem das Bistum einlädt. Zur besseren Planung werden die Pilger gebeten, sich unter wallfahrt@katholikentag.de anzumelden. „Aber auch spontan ist selbstverständlich jeder willkommen“, freut sich Silvia Backhaus über viele, die sich mit auf den Weg machen.
    Für Familien und alle, die nicht so gut zu Fuß sind, gibt es die Möglichkeit, um 10 Uhr mit dem Bus nach Telgte zu fahren. Start hierfür ist ebenfalls an der NRW-Bank. Propst Dr. Michael Langenfeld erwartet die Buspilger in Telgte.
    Um 14 Uhr feiern alle gemeinsam einen Gottesdienst mit Bischof Felix Genn unter freiem Himmel. „Die Wallfahrt lebt vom passenden Pilgerwetter“, sagt Silvia Backhaus und hofft auf 18 Grad und Sonnenschein. Bei Regen könnte die Messe auch in der Propsteikirche gefeiert werden.
    Gegen 15.30 Uhr starten die Busse, die vom Bistum gechartert werden und kostenlos bereitstehen, zurück nach Münster. Dann hoffentlich vollbesetzt mit Pilgern, „die gestärkt in ihrem Glauben sind“, so der Wunsch von Pfarrer Dierkes.

     

     

     

Starke Beteiligung der Bundesregierung am Katholikentag
  • Bundeskanzlerin und viele Kabinettsmitglieder kommen nach Münster

    Das Bundeskabinett ist beim Katholikentag in Münster so stark vertreten, wie selten zuvor: Die Organisatoren erwarten 10 von 16 Mitgliedern der Regierung bei Veranstaltungen und als Gesprächspartner für Podien. So sagten in den vergangenen Tagen Bundesjustizministerin Katarina Barley und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zu. Schon länger bekannt sind die Zusagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesinnenminister Horst Seehofer, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller. Auf einem Podium wird außerdem auch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Staatsministerin im Bundeskanzleramt Monika Grütters sprechen.
    Für Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, ist dieser hohe Grad der Beteiligung von Mitgliedern des Bundeskabinetts ein "Ausdruck der Wertschätzung des Katholikentags. Er zeigt auch dessen hohe Bedeutung, nicht nur für den Raum der Kirche, sondern auch weit darüber hinaus für die gesamte Gesellschaft. Dies gilt generell bei einem Katholikentag aber besonders bei diesem, der sich das Leitwort 'Suche Frieden' gegeben hat."
    Fest steht mittlerweile auch die Zusammensetzung des Podiums mit Beteiligung von Bundeskanzlerin Angela Merkel: Sie wird mit Kardinal Peter Turkson, dem Präfekten des neuerrichteten "Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen" im Vatikan und dem Volkswirt und Friedensforscher Prof. Tilman Brück zum Thema "Deutschland in einer veränderten Weltlage - Wie umgehen mit Konfliktherden und aggressiven Regimes?" diskutieren. Die Journalistin Astrid Prange von der Deutschen Welle moderiert das Podium. (Weitere Informationen unter katholikentag.de/merkel)
    Bundesjustizministerin Katarina Barley nimmt an der Veranstaltung mit dem kolumbianischen Staatspräsidenten und Friedensnobelpreisträgers Juan Manuel Santos teil, an der auch Pater Michael Heinz SVD, Hauptgeschäftsführer des Hilfswerkes Adveniat, beteiligt ist. Diskutieren werden die Kabinettsmitglieder unter anderem über die Themen Integration mit Bundesinnenminister Horst Seehofer, fairer Welthandel mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, ein gerechtes Gesundheitssystem mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Klimafrieden und Landwirtschaft mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und über Zukunftsperspektiven sozial benachteiligter Jugendlicher mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey.
     
    Hinweis: Weitere Informationen zum Programm bekommen Sie unter katholikentag.de/programm. Bei Eingabe des Namens in die Suchleiste werden Ihnen die jeweiligen Veranstaltungen angezeigt. Diese Funktion gibt es auch für unterwegs mit der App des Katholikentags - Downloadmöglichkeit unter katholikentag.de/app

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