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    "Wohin du gehst, dahin gehe ich"

    Rut 1, 16–19

Bischof feiert Gottesdienst zum 100-jährigen Bestehen des Benediktushofes

Der Benediktushof sei der beste Beweis dafür, dass Liebe mehr als ein Wort ist. „Liebe, das sind Worte und Taten“, griff Münsters Bischof Genn ein bekanntes Kirchenlied auf...

Münsters Bischof Dr. Felix Genn feierte zum 100-jährigen Bestehen des Benediktushofes einen Gottesdienst im Festzelt in Maria Veen. Die musikalische Gestaltung übernahm der hauseigene Bene-Chor. Foto: Bischöfliche Pressestelle / Gudrun Niewöhner

und schaute dabei durch die vollbesetzten Reihen im Festzelt. Denn nicht nur viele Worte, vor allem auch viele Taten der Nächsten- und Menschenliebe hätten die Bewohnerinnen und Bewohner in der Vergangenheit im Benediktushof in Maria Veen erfahren dürfen, so der Bischof. Zum 100-jährigen Bestehen des katholischen Sozialunternehmens in Trägerschaft der Josefs-Gesellschaft gAG feierte Genn am 2. Juli einen Gottesdienst auf dem Gelände der Einrichtung für Menschen mit ganz unterschiedlichen Beeinträchtigungen.
Als Erstes wandte sich der Bischof in seiner Predigt an die Bewohnerinnen und Bewohner: „Gott ist nicht bei den Mächtigen. Er ist in Ihrer Mitte. Er ist Ihr Gott!“ Diese Zusage gebe Kraft bei aller Schwachheit und Hoffnung, in schweren Zeiten.

Genn hob in diesem Zusammenhang die wichtige gesellschaftliche Bedeutung von Einrichtungen wie dem Benediktushof hervor: „Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben.“ Er warnte vor falschen Entwicklungen: „Wir müssen uns davor hüten, dass darüber nachgedacht wird, was unwertes Leben ist.“ Das dürfe niemals passieren – denn: „Es gibt kein unwertes Leben“, formulierte Genn unmissverständlich klar.

Er bedankte sich bei den Mitarbeitenden im Benediktushof für ihren Einsatz, ihre beruflichen Kompetenzen und ihre Geduld: „Sie verwirklichen tagtäglich einen Liebesdienst. Sie zeigen den Menschen, dass Gott in Ihrer Nähe ist und geben damit ein christliches Lebenszeugnis.“ Auch wenn vielleicht der eine oder andere selbst gar keine unmittelbaren Bezüge zu Glaube und Kirche habe, „hier in dieser Einrichtung wird seit 100 Jahren von Ihnen bezeugt, dass Gott für die Geringen da ist“.
Zusammen mit Bischof Genn feierten Pfarrer Thomas Hatwig aus der Pfarrei St. Heinrich in Reken und Pater Jörg Thiemann CMM dann den weiteren Gottesdienst. Musikalisch begleitet wurde dieser vom hauseigenen Bene-Chor unter der Leitung von Lisa Albers.

Zu den anschließenden Grußworten bat der Kaufmännische Geschäftsführer des Benediktushofes, Thomas Spaan, einige der geladenen Gäste auf die Bühne – darunter Rekens Bürgermeister Manuel Deitert, den Landrat für den Kreis Borken, Dr. Kai Zwicker, Andreas Rieß vom Vorstand der Josefs-Gesellschaft sowie seinen Geschäftsführerkollegen für den pädagogischen Part, Martin Bodin. Besonders viel Applaus für seine Worte bekam Dominic Hecker vom Bewohnerbeirat: „Wir können stolz sein, hier und heute dieses Fest zu feiern. Denn so was kann es nur in einer Gesellschaft geben, die geprägt ist von Respekt und Rücksichtnahme.“
Auch wenn sich das Wetter dem Anlass nicht entsprechend zeigte, genossen alle nach dem offiziellen Teil die schöne Atmosphäre unter den Pagodenzelten. Nicht fehlen durfte an diesem besonderen Tag die mobile Eis-Lounge, für die der Benediktushof inzwischen weit über Reken bekannt ist. Kaum ein Gast gönnte sich zum Abschluss kein selbstgemachtes Eis aus Maria Veen.