Altenberge/Legden (pbm/gun). Sie möchten mit einem Perspektivwechsel ihren Blick auf die Welt weiten und hoffen auf eindrucksvolle Erfahrungen fürs Leben. Unmittelbar nach dem Abitur stehen Sara Dimon aus Altenberge und Sophia Enseling aus Legden-Asbeck in den Startlöchern für ihr nächstes großes Abenteuer. Die jungen Frauen fliegen am 8. August für ein Jahr nach Tansania, um sich als Freiwillige – unterstützt vom weltwärts-Programm und dem Bistum Münster – in einem sozialen Projekt zu engagieren.
Sozusagen als Assistenzlehrerinnen sind Sara Dimon und Sophia Enseling auf dem Schulcampus in Iringa, einer Stadt in der Mitte Tansanias mit 200.000 Einwohnern, eingeplant. Auch die freie Zeit am Nachmittag sollen sie dort mit den Kindern gestalten. Samstags gibt es zudem Arbeitsgemeinschaften, die sie und zwei weitere Mitfreiwillige anbieten. Für die beiden 18-Jährigen, die sich vorher nicht kannten, stand lange fest, dass sie nach der
Schule ins Ausland gehen wollen – nach Afrika. „Ich habe schon so viel darüber gehört“, erinnert sich Sophia Enseling an die Berichte früherer Bistumsfreiwilliger, die Vorträge an ihrer Schule, der bischöflichen Canisiusschule in Ahaus, gehalten haben. Sara Dimon haben bei der Entscheidung für Afrika vor allem die Großeltern beeinflusst, die der Enkelin viele Male von ihrer faszinierenden Reise nach Namibia erzählt haben.
In den zurückliegenden Monaten wurden die beiden Abiturientinnen mit den anderen Bistumsfreiwilligen von den Mitarbeitenden der Abteilung Weltkirche des Bistums, die für den Internationalen Freiwilligendienst zuständig sind, auf ihren Einsatz vorbereitet. Die Seminare mit Fachleuten und die gemeinsamen Unternehmungen stärkten den Zusammenhalt der Gruppe. Außerdem erfuhren die jungen Leute, dass sie bei Fragen jederzeit Kontakt mit den
Verantwortlichen in Münster aufnehmen können.
Schon jetzt sind Sara Dimon und Sophia Enseling im engen Austausch mit den Freiwilligen, die zurzeit in dem Schulprojekt arbeiten: „Sie geben uns Tipps für den Alltag und haben auch schon Packlisten geschickt.“ Auch zu kulturellen Besonderheiten und Verhaltensnormen gab es bei den Vorbereitungstreffen wichtige Informationen, ebenso zur politische Situation vor Ort.
Vor der Abreise war und ist noch einiges zu erledigen. Visum und Kreditkarte mussten beantragt werden, Impfungen standen an.
Gegen mögliches Heimweh möchten die beiden Freiwilligen per WhatsApp und anderen Kommunikationsplattformen Kontakt zu Familien und Freunden halten. Und natürlich gehören ganz klassisch Fotos von den Daheimbleibenden ins Gepäck. Eltern und Geschwister planen zudem in den Osterferien einen Besuch in Tansania.
Reisen wollen Sara Dimon und Sophia Enseling auch mit den anderen Freiwilligen und dabei das Land erkunden. Viele Pläne also – für wohl eines der aufregendsten Jahre ihres Lebens.
Fotos: Bischöfliche Pressestelle / Gudrun Niewöhner und Lara Bergjohann
Auf ins große Abenteuer: Unterstützt vom weltwärts-Programm und dem Bistum Münster machen sich 26 junge Menschen in den nächsten Wochen für ein Jahr auf den Weg, um sich als Freiwillige in sozialen Einrichtungen wie Schulen oder Waisenhäusern zu engagieren. Die jungen Erwachsenen werden in Mexiko, Tansania, der Dominikanischen Republik, Ghana, Südafrika, Ruanda, Uganda und Namibia im Einsatz sein. Weitere Informationen gibt es
unter: www.ms-freiwillig.de