Die beliebte Reihe Orgelkonzerte in der Osterzeit im St.-Paulus-Dom Münster beginnt dieses Jahr am Samstag, 3. Mai. Jeden Samstag um 18.30 Uhr findet danach bis Ende Mai ein Konzert im Dom statt.
Mit Konstantin Volostnov startet die Reihe am 3. Mai. Geboren in Russland, lebt Volostnov in Berlin. Nach Studien in Moskau und Stuttgart und wichtigen internationalen Wettbewerbserfolgen zählt er zu den bedeutenden Konzertorganisten seiner Generation, der in vielen großen Konzertsälen und Kathedralen europaweit gastiert. Im Dom zu Münster ist er nach seinem eindrucksvollen Debüt im vergangenen Jahr zum zweiten Mal zu hören. Er eröffnet sein Programm mit dem berühmten, österlich konnotierten Präludium und Fuge in D von Johann Sebastian Bach. Es folgen Sätze von Francois Couperin sowie der 2. Choral in h von César Franck. Zum Abschluss erklingt die „Symphonie-Passion“ von Marcel Dupré.
Am 10. Mai folgt ein Konzert mit Ulrich Walther. Der gebürtige Hagener ist seit 2010 Professor für Orgel und Improvisation an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Walther konzertierte bei namhaften Festivals in Europa, Russland und Amerika. Außerdem gibt er Kurse im In- und Ausland, improvisiert zu historischen Stummfilmen, verzeichnet CD- und Rundfunkaufnahmen sowie Publikationen in Fachzeitschriften und ist als Wettbewerbsjuror tätig. 2022 promovierte er an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig in Philosophie. In Münster spielt er Werke von Bach, William Bolcom, Friedrich Gulda, Franz Listz und Dupré.
Eine Woche später am 17. Mai tritt Domorganist Thomas Schmitz auf. Zu hören sind dann Werke von Bach, Jean Langlais und Louis Vierne (aus der 1. Symphonie).
Am 24. Mai gastiert Paolo Oreni im Dom. Er begann seine Orgel- und Orgelkompositionsstudien bei Giovanni Walter Zaramella und setzte seine Ausbildung am Nationalkonservatorium von Luxemburg fort, wo er 2002 den ersten Preis im internationalen Wettbewerb „Prix Interrégional-Diplòme de Concert“ gewann. Als Solist wird er regelmäßig zu internationalen Musikfestivals in Europa und darüber hinaus eingeladen. In Münster erklingen von ihm Werke von Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Listz und Charles-Marie Widor sowie Improvisationen.
Den Abschluss der Reihe gestaltet am 31. Mai Jan Liebermann. Der 19-Jährige begann 2018 ein Orgelstudium bei Bernhard Zosel in Kronberg. Im Dezember 2019 wurde er als Jungstudent in die Young Academy der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) aufgenommen, ein Förderprogramm für hochbegabte Musikerinnen und Musiker ab 14 Jahren. Seit dem Wintersemester 2022/2023 studiert er in der Vorklasse der Hochschule für Musik in Mainz Orgelliteraturspiel bei Gerhard Gnann. Liebermann sorgte im Frühjahr 2024 in der Orgelwelt mit auswendig dargebotenen Aufführungen aller sechs Triosonate von Bach für Aufsehen. Für diese künstlerische Leistung erhielt er den Kulturpreis 2024 des Rotary Clubs Mainz. In Münster spielt er Werke von Healey Willan, Bach, Alfred Hollins, Petr Eben und Maurice Duruflé (Suite).
Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei. Um Spenden wird gebeten.