Ehrenamtspreis des Bistum Münster

So sehen Sieger aus: Die Preisträger 2019 mit der Jury und Bischof Felix Genn

Großes Lob für das freiwillige Engagement insbesondere von jüngeren Menschen: Am 15. September sind in Münster die Auszeichnungen für den Ehrenamtspreis des Bistums Münster verliehen worden. Der 2017 erstmals vergebene Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Bischof Felix Genn und Beatrix Bottermann, stellvertretende Vorsitzende des Diözesankomitees der Katholiken, würdigten während eines Festakts in den Räumen der Bistumszeitung „Kirche+Leben“ die Preisträger.
„Sie leisten einen wertvollen, unschätzbaren Dienst für die Gemeinschaft“, sagte Genn. Die Preisträger wirkten durch ihr ehrenamtliches Engagement wie Leuchttürme. Sie hätten die passende Antwort auf die entscheidende Frage „Wer braucht mich gerade jetzt, wem kann ich helfen?“ gefunden.
Der Ehrenamtspreis des Bistums wurde in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen. Insgesamt wurden dafür 93 Bewerbungen eingereicht – ein Rekord. Daraus wählte eine Jury, bestehend aus Bottermann, Susanne Deusch, geistliche Leiterin beim Bund der deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp und Dr. Christof Haverkamp als Chefredakteur der Bistumszeitung, drei Preisträger aus.
Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt der Bund der deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) für die 72-Stunden-Aktion. Daran hatten sich im Mai allein im Bistum Münster 228 Gruppen beteiligt. „Sie haben die Welt ein bisschen besser gemacht“, sagte Beatrix Bottermann in ihrer Laudatio.
Den zweiten Preis, für den 3.000 Euro ausgesetzt sind, bekamen die Malteser aus Lohne im Landkreis Vechta für ihren „stillen Dienst“ als Kriseninterventionsteam. Sie entlasten Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungsdienste und stehen rund um die Uhr bereit, um sich um Angehörige von Verstorbenen zu kümmern. Es sei zu hoffen, dass dieser stille Dienst viele Nachahmer finde, sagte Chefredakteur Haverkamp in seiner Laudatio.
Den dritten Preis, dotiert mit 2.000 Euro, erhielt die Studierenden-Initiative Weitblick aus Münster. Sie engagiert sich für den Bau von Schulen im westafrikanischen Staat Benin. Generalvikar Winterkamp sagte in seiner Würdigung, die Vereinsmitglieder kümmerten sich nicht nur um ihr eigenes Studium, sondern blickten über den Horizont und zeigten tätige Nächstenliebe. 

Foto: Michael Bönte / Kirche+Leben

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