Eper Pfarrei St. Agatha erstellt Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen steht für die Eper Pfarrei St. Agatha an erster Stelle. Mit dem Institutionellen Schutzkonzept, kurz ISK, wollen die Verantwortlichen ein weiteres deutliches Zeichen setzen. Die Schutzkonzepte, die alle Pfarreien des Bistums Münster erstellen, sollen Maßnahmen festlegen, die das Risiko sexualisierter Gewalt in den kirchlichen Einrichtungen vor Ort senken.
Im Frühjahr 2018 hatte sich Pastoralreferentin Anne Grothe mit weiteren Haupt- und Ehrenamtlichen aus St. Agatha, darunter Vertreter von Kirchenvorstand und Pfarreirat sowie der katholischen Kindertageseinrichtungen und der kirchlichen Jugendgruppen wie Messdiener und Ferienlager, erstmals zusammengesetzt. Beraten wurden die Mitglieder der Projektgruppe bei der Erstellung des ISK von der damaligen regionalen Präventionsfachkraft für das Kreisdekanat Borken, Yvonne Rutz. Gemeinsam haben sie eine Reihe von Regeln zur Gestaltung von Nähe und Distanz, Sprache und Wortwahl zum Schutz von Kindern und Jugendlichen gegen sexualisierte Gewalt erarbeitet. Mit Leitfaden und Beschwerdewegen sollen Haupt- und Ehrenamtliche außerdem handlungssicher und sprachfähig gemacht werden, um künftig Betroffenen von Grenzverletzungen zur Seite zu stehen und sie unterstützen zu können.
„Auf dem Papier haben wir den Verhaltenskodex allgemein gehalten, in den einzelnen Gruppen werden wir die Regeln runterbrechen, konkretisieren und genauer besprechen“, erklärt Anne Grothe die nächsten Schritte. Mit dem ISK solle eine Kultur der Achtsamkeit gefördert und das klare Signal ausgesendet werden, dass grenzverletzendes Verhalten und sexualisierte Gewalt nicht tabuisiert werden. „Zum einen sollen Haupt- und Ehrenamtliche vor Ort für die Themen sensibilisiert werden, zum anderen soll für potenzielle Täter der Einstieg in unser System möglichst unmöglich sein“, beschreibt Anne Grothe das Ziel. In dem Prozess ist die Projektgruppe auch zu dem Ergebnis gekommen, dass die Präventionsschulungen gut angenommn werden, es aber weitergehen soll.
Leitgedanke während des Prozesses sei gewesen, dass das Konzept in der Praxis funktioniere und damit gearbeitet werde. „Es soll nichts für die Schublade sein, sondern von uns gelebt werden“, ergänzt die Pastoralreferentin. Wichtig ist der Projektgruppe aus St. Agatha auch, dass neben den Präventionsschulungen für Erwachsene, die mit Kindern und Jugendlichen in der Pfarrei Kontakt haben, die Kinder und Jugendlichen selbst stark gemacht werden.
Pastor Thorsten Brüggemann, der mit Pastoralreferentin Anne Grothe Ansprechperson bei Fällen sexualisierter Gewalt in der Pfarrei ist, bedankte sich bei allen, die an der Erarbeitung des ISK mitgewirkt haben: „Das Schutzkonzept verpflichtet uns zu einem professionellen Umgang mit dem Thema. Wir setzen unmissverständlich Standards und kommunizieren, dass wir gegen jede Form von sexualisierter Gewalt sind.“
Nachdem der Kirchenvorstand das ISK abgesegnet hat, tritt es in Kraft. Das Schutzkonzept soll unter anderem auf der Internetseite von St. Agatha unter www.st-agatha-epe.de veröffentlicht werden.

Foto: Bischöfliche Pressestelle / Gudrun Niewöhner

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