Eröffnung missio Weltmissionsmonat

Mission LEBEN heißt das Motto des weltkirchlichen Erntedankfests, das am Sonntag, 6.
Oktober, in Münster gefeiert wird. Das Katholische Hilfswerk missio lädt anlässlich der
Bundeseröffnung des Monats der Weltmission in Münster gemeinsam mit der Katholischen
Landvolkbewegung (KLB) sowie der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) auf den
Domplatz ein. Die diesjährige Beispielregion missios ist Nordost-Indien, so dass auch einige
Gäste aus der Region auf dem Domplatz zu Gast sein werden.
Nach dem Gottesdienst um 11:45 Uhr mit Bischof Dr. Felix Genn unter freiem Himmel gibt es
ein buntes Programm mit viel Musik. Stephanie Heinrich von der WDR Lokalzeit Münsterland
führt durch das Programm, bei dem unter anderem Judy Bailey und ein Projektchor aus
Ahaus/Stadtlohn mit Sängerinnen und Sängern des Jungen Chors, St.Otger Stadtlohn, der
Vokal-AG der Bischöflichen Canisiusschule Ahaus und dem Projektchor St. Mariä-
Himmelfahrt Ahaus auftritt. Mehr als 100 Stimmen werden zu hören sein und laden ein zum
Mitsingen. Ebenfalls vor Ort: der missio Fluchttruck, das Sternsingermobil, das Eine-Welt-
Mobil NRW, das Brot für die Welt Mobil, das Straßentheater „Lambe Lambe“ und einiges
mehr.
Was ist der Weltmissionssonntag?
Der Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Gefeiert
wird er seit 1926 auf Initiative von Papst Pius XI. als Fest der Katholizität und universalen
Solidarität. Mehr als 100 päpstliche Missionswerke sammeln am Sonntag der Weltmission
auf allen Kontinenten für die soziale und pastorale Arbeit der Kirche in den 1.100 ärmsten
Bistümer der Welt. In Deutschland findet der Weltmissionssonntag am vierten Sonntag im
Oktober statt. Der gesamte Oktober wird von missio als Monat der Weltmission gestaltet.
Gäste einer Beispielregion sind dann in Deutschland zu Gast und berichten von der Situation
in ihren Heimatländern. Der Weltmissionssonntag ist der Höhepunkt und Abschluss des
gesamten Monats.
Warum Nordost-Indien?
In diesem Jahr ist die Beispielregion Nordost-Indien. Die Sendung, das Motto, lautet: „Wir
sind Gesandte an Christi statt.“ aus dem Brief des Apostels Paulus an die Korinther (2 Kor
5,20).
Der nordöstlichste Zipfel Indiens, „Seven Sisters“ genannt, umfasst sieben Bundesstaaten.
Diese Region zeichnet ein ganz anderes Bild Indiens als bekannt. Mehr als 200 indigene
Völker leben dort.
In Deutschland ist die Region vor allem wegen des Tees bekannt, der in den Teegärten von
Assam angebaut wird. Weniger bekannt ist Nordost-Indien für seine lebendige,
missionarische Kirche, die seit ihren Anfängen vom Engagement der Laien lebt.
Der Anteil der christlichen Bevölkerung in den nord-indischen Bundesstaaten bewegt sich
zwischen einer überwiegenden Mehrheit von rund 90 und einer kleinen Minderheit von
etwa 4 Prozent. Die Christen gehören mehrheitlich den indigenen Völkern an.
In der Region gibt es zum Teil sehr junge Bistümer, die noch keine zwanzig Jahre alt sind.
Geprägt ist das kirchliche Leben durch Dezentralität. Zu einer Pfarrei gehört dann ein
Gemeindezentrum mit zahlreichen Außenstellen, die zum Teil nur über Tagesmärsche zu Fuß
und unbefestigte Straßen zu erreichen sind.
Hauptaugenmerk der Arbeit der katholischen Kirche in der Region ist neben der pastoralen
Arbeit vor allem die Schul- und Ausbildung. Außerdem bietet sie Hilfestellungen bei Themen
wie dem Menschenhandel auf Teeplantagen, dem Abbau von Kohle in illegalen,
ungesicherten Minen sowie dem Missbrauch von Alkohol.
Warum werden die Eröffnung des Weltmissionsmonats und das Erntedankfest zusammen
gefeiert?
Die Bundeseröffnung des diesjährigen Weltmissionsmonats findet am 6. Oktober in Münster
statt. Am ersten Sonntag im Oktober feiern die Gemeinden und ländlichen Verbände
traditionell das Erntedankfest.
Sowohl für die Christen im Nord-Osten Indiens als auch für die KLB und die KLJB ist die
Landwirtschaft und das Leben auf dem Land von zentraler Bedeutung – und das auch vor
dem Hintergrund der Bewahrung der Schöpfung.
Diese Gemeinsamkeit sowie die Tatsache, dass die Basis hier im Bistum Münster wie auch im
tausende Kilometer entfernten Nordost-Indien das Evangelium und die Botschaft Jesu Christi
ist, sollen durch das gemeinsame Fest betont werden.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.missio-hilft.de/pressemappe und auf
www.bistum-muenster.de/mission-leben

Foto: Missio/Hartmut Schwarzbach

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