Ferienfreizeit im Eimer!?: Bistum bietet alternatives Ferienprogramm

Im Team und - auf Grund der Coronapandemie – via Videokonferenz ist innerhalb weniger

In diesem Sommer ist wegen der Corona-Pandemie Vieles anders: Ferienfreizeiten
sind abgesagt, kein gemeinsames Singen am Lagerfeuer mit Stockbrot, keine Gute-
Nacht-Geschichte gemeinsam mit den anderen Kindern und Jugendlichen, keine Spiele, kein
„Mal-raus-und-ohne-Eltern-was-im-Ferienlager-erleben“. Aber ist wirklich alles im Eimer?
Nein! Die Regionalbüros für Jugendarbeit im Bistum Münster haben mit ihrem Alternativprogramm
„Ferienfreizeit im Eimer!?“ ein Alternativprogramm auf die Beine gestellt.

„Jedes Jahr fahren mehr als 40.000 Kinder und Jugendliche aus dem Bistum Münster mit katholischen
Jugendverbänden, Ferienwerken, Pfarreien oder anderen kirchlichen Trägern in
Ferienfreizeiten. Mehrere tausend ehrenamtlich Helfende organisieren diese Angebote. Kinder
und Jugendliche erfahren dort Gemeinschaft, Mitbestimmung und haben Spaß“, sagt
Christian Wacker, Referent für Religiöses Lernen und Messdienerarbeit im Bistum Münster.
Im Zuge des Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie sei schnell die Frage aufgekommen,
wie die Regionalbüros gerade die Organisatoren der kirchlichen Ferienfreizeiten vor Ort und
auch andere Träger und Einrichtungen zum Beispiel der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
unterstützen könnten, ergänzt Maximiliane Decker, Leiterin des Regionalbüros West. Gemeinsam
mit Christian Wacker, Johannes Haesser (pädagogischer Mitarbeiter im Regionalbüro
West), Manuel Niggenaber (pädagogischer Mitarbeiter im Regionalbüro Ost) und Sarah
Eßmann (pädagogische Mitarbeiterin im Regionalbüro Mitte) hat sie das Programm „Ferienfreizeit
im Eimer!?“ aus der Taufe gehoben. „Erste Ideen für ein Alternativprogramm für Zuhause
gab es Mitte April, jetzt ist die Arbeitshilfe online“, fasst sie zusammen. Das könne, da
ist sie nicht mit Christian Wacker einig, selbstverständlich kein vollwertiger Ersatz für den
Höhepunkt des Jahres – die Ferienfreizeit – sein. „Für viele Kinder und Jugendliche sind die
Fahrten in den Sommerferien ein Highlight im Jahresablauf. Da das nicht geht, ist schon irgendwie
was im Eimer, auf das man sich gefreut hat“, sagt Wacker und weiter: „Aber unser
Programm ist unter den gegebenen Umständen eine echte Alternative.“

Die Arbeitshilfe bietet eine exemplarische Lagerwoche, die mit verschiedenen Programmpunkten
bestückt ist. Täglich werden drei Aktivitäten vorgeschlagen, die von Kennenlernelementen
über Stadtralleys, Kochangeboten und Kreativelementen bis zu Quizshows am
Abend reichen. „Dabei sind das alles nur Vorschläge“, betont Maxi Decker und erklärt: „Die
Woche kann am Stück durchgeführt werden, oder nur in Teilen. Zuhause mit den Eltern, in
Kleingruppen oder alleine. Das kommt auch auf die örtlichen Gegebenheiten und die aktuellen
Coronabedingungen an.“

Gleichzeitig gibt es zentrale Programmpunkte, die an einem festen Tag und zu einer festen
Uhrzeit für alle interessierten Ferienfreizeiten angeboten werden. „Zum Beispiel gibt es ein
über den YouTube-Kanal des Bistums Singen am Lagerfeuer, einen wöchentlichen Livestream-
Gottesdienst donnerstags um 19 Uhr, eine Gute-Nacht-Geschichte in sechs Teilen
und eine Gruppenleiterlounge via Videokonferenz“, zählt Wacker auf.

Der Download und die Nutzung des Angebots sind kostenlos. Kosten können entstehen,
wenn vor Ort zum Beispiel Bastelmaterialien benötigt werden. Besondere Voraussetzungen
braucht es – bis auf ein internetfähiges Endgerät – keine. „Da die Voraussetzungen in unserem
Bistum bunt sind, ist die Arbeitshilfe so aufgebaut, dass die einzelnen Elemente im Detail
vor Ort angepasst werden können. Es ist kein Instant-Ferienprogramm, sondern eine
Grundlage und Anregung“, fasst Maxi Decker zusammen.

Wie das Team um Maxi Decker und Christian Wacker auf die einzelnen Element des Angebots
gekommen ist, ist klar: Sie sind früher selbst als Teilnehmende und auch als Betreuende
mitgefahren in Ferienfreizeiten. Fotoralley, Betreuersuchspiel, Leiterlounge – das sind im
Rückblick nur einige der Favoriten. Einig sind sie sich, wenn es darum geht, welche zentrale
Erinnerung sie an „ihre“ Zeit im Ferienlager haben: „Das waren großartige und prägende Zeiten.
Gemeinschaft, Freundschaft, Verantwortung, Spaß – für all das stehen Ferienfreizeiten.“

Alle Informationen zu „Ferienfreizeit im Eimer!?“ gibt es im Internet unter: www.bistum-muenster.
de/ferienfreizeitimeimer
. Die zentralen Programmpunkte sind auf dem YouTube-Kanal
des Bistums Münster zu sehen: www.youtube.com/BistumMuenster.
Bild: Im Team und - auf Grund der Coronapandemie – via Videokonferenz ist innerhalb weniger
Wochen das Programm „Ferienfreizeit im Eimer!?“ entstanden. Die Organisierenden
möchten damit Anregungen geben, die die ausgefallenen Ferienfreizeiten zumindest ein
bisschen auffangen können.

Bild: Bistum Münster/Pressestelle

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