Ferienfreizeit wieder im Eimer?

Was bringt der Sommer? Vielen Organisatoren von Ferienfreizeiten im Kreisdekanat Borken stehen unsichere Wochen bevor. Schon im zurückliegenden Jahr mussten viele Freizeiten aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen, einige Teams vermittelten den Kindern und Jugendlichen Zuhause an einzelnen Tagen ein Gefühl von Sommerurlaub. Ob eine Durchführung in diesem Jahr möglich ist – die Entwicklung der Pandemiesituation ist nur schwer vorhersehbar, die Verunsicherung bei den Ehrenamtlichen deshalb groß. Die Abteilung Kinder, Jugendliche und Junge Erwachsene im Bistum Münster bietet zusammen mit dem Regionalbüro Mitte, das für das Kreisdekanat Borkenzuständig ist, Unterstützung an. Unter dem Motto „Ferienfreizeit wieder im Eimer?“ veranstalten sie bis zu den Sommerferien digitale Workshops zu zehn verschiedenen Themen.
„Der Wunsch der Teams und auch der Teilnehmenden ist natürlich groß, in diesem Jahr wieder eine mehrtägige Freizeitmaßnahme – nach Möglichkeit mit Übernachtung – anzubieten“, er-klärt Christopher Kalfhues, Leiter des Regionalbüros Mitte. Derzeit gebe es allerdings noch viele pandemiebedingte Unwägbarkeiten, „vom Infektionsgeschehen über Hygienevorschriften bis hin zu Stornobedingungen, die eine konkrete Planung sowie die Entscheidung, ob und unter welchen Bedingungen die Freizeit stattfinden kann, deutlich erschweren“. Die Freizeitteams und die jeweiligen Träger der Maßnahmen müssten sich auf verschiedene Modelle und Szenarien vorbereiten. „Wir unterstützen die Verantwortlichen gern dabei, um ein ‚ganz oder gar nicht‘ zu vermeiden und Alternativangebote wie Tagesveranstaltungen vor Ort oder angepasste Fahrten in kleinerem Rahmen zu planen“, kündigt Kalfhues an.
Gute Erfahrungen haben viele Teams bereits im vergangenen Jahr gemacht. „Mit viel Kreativität und Ideenreichtum haben die Ehrenamtlichen zum Teil noch sehr kurzfristig einen ‚Ersatz‘ für die abgesagte Ferienfreizeit geschaffen und so zumindest für etwas Abwechslung in Pandemiezeiten gesorgt“, weiß der Leiter des Regionalbüros. Nicht zuletzt seien die Angebote von den Eltern entlastend wahrgenommen worden. Mehr als 40.000 Kinder und Jugendliche aus dem Bistum Münster fahren normalerweise mit katholischen Jugendverbänden, Ferienwerken, Pfarreien oder anderen kirchlichen Trägern in Ferienfreizeiten. „Das zeigt, wie wichtig diese Angebote sind und dass es sich lohnt, in dieser besonderen Situation nach Alternativen zu suchen“, ermutigt Kalfhues.
Die kostenlosen, zweistündigen Online-Workshops decken alle drängenden Themen ab: Es geht um die Frage „Planen oder stornieren?“, um Versicherungsschutz sowie Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten und natürlich um ein Krisen- und Notfallmanagement. Zudem wer-den Workshops mit Tipps für Alternativprogramme vor Ort angeboten. Weitere Workshops geben Antworten auf alle Fragen rund um Herausforderungen wie Heimweh und Krankheiten und informieren über das Thema Küche bei Ferienfreizeiten sowie religiöse Impulse.
Die ersten Workshops finden am Samstag, 27. März, statt. Anmeldungen sind über die Homepage www.bistum-muenster.de/mitnehmen möglich.

Logo Bistum Münster