"Was hast du dir dabei gedacht?"

Dr. Heike Plitt, Leiterin der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (EFL) des Bistums Münster in Ahaus, hat ein Buch über Mentalisierungskompetenz für Paare geschrieben.

EFL-Leiterin Heike Plitt schreibt Buch über Mentalisieren in der Paarberatung Ahaus. „Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist“, so lautet ein altes Indianer-Sprichwort. Das Einnehmen der Perspektive des Gegenübers ist zentral, um die Reaktionen und Gefühle in einer Partnerschaft nachzuvollziehen. Viele Paare kommen in die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen (EFL) des Bistums Münster, weil sie nicht mehr weiterwissen. Sie sind in gewisser Weise „am Ende“, aber nicht unbedingt am Ende ihrer Beziehung. Oftmals sind Partner am Ende, sich in den anderen und sich selbst einfühlen zu können. Wie sie aus dieser Situation herausfinden kön-nen, darüber hat Dr. Heike Plitt, Leiterin der EFL-Beratungsstelle in Ahaus, ein Buch mit dem Titel „Mentalisierungskompetenz für Paare“ geschrieben.
„Damit sich ein Paar seiner Kommunikations- und Verhaltensmuster bewusst wird, bedarf es des Hineindenkens in den anderen und der Fähigkeit, die dem eigenen Verhalten zugrunde liegenden Gefühle verstehen zu können.“, weiß die Musik- und Paatherapeutin, „Strategien zu entwickeln, um Stress zu reduzieren, ist dabei ein erster Lösungsansatz aus der Krise.“ Ihr Buch, das im Psychosozial-Verlag erschienen ist, zeigt auf, wie das Einfühlen in sich selbst und in den anderen gelingen kann.
Mentalisierungskompetenz, die Fähigkeit, die eigene Innenwelt, die Welt des anderen und die gemeinsame Beziehung besser zu verstehen, sei zentral für das Gelingen einer Partnerschaft und werde in den EFL-Beratungsstellen gezielt gefördert, erklärt Heike Plitt.
In Plitts Buch erhalten alle praktisch Tätigen, die sich mit dem Themenkomplex Partnerschaft auseinandersetzen, konkrete Tipps, welche Haltungen und Interventionen zur Verbesserung der Mentalisierungsfähigkeit führen können. „Dabei werden aktuelle Erkenntnisse aus der Säuglings-, Entwicklungs- und Bindungsforschung mit paardynamischen Prozessen verbunden und aufgezeigt, wie die Herausforderungen der Paartherapie und -beratung gemeistert werden können“, fügt die Autorin abschließend an.

Foto: Gudrun Niewöhner / Bischöfliche Pressestelle

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