• "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. " Symbolbild_Haende_Bistum_Muenster__Harald_Oppitz.jpg

    "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. "

    Mt 18,20

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An der Orgel vergisst er die Zeit

Tim Röttger macht eine Ausbildung zum nebenberuflichen Kirchenmusiker

Die Idee seines Onkels klang für Tim Röttger anfangs eher befremdlich. Zwar hatte der Abiturient einen lockeren Bezug zur katholischen Kirche, doch eine Ausbildung zum nebenberuflichen C-Kirchenmusiker wäre dem jungen Mann aus Stadtlohn selbst nicht in den Sinn gekommen. „Obwohl klassische Musik und besonders Kompositionen von Johann Sebastian Bach meine absolute Leidenschaft sind“, wie er sagt. Neugierig gemacht durch seinen Onkel, der Regionalkantor im Kreis Mettmann ist, machte sich Tim Röttger beim Bistum Münster über die Bedingungen schlau – und bestand kurz darauf das Aufnahmeverfahren. „Ich wollte einfach Neues ausprobieren“, beschreibt der 18-Jährige seine Motivation. Die Orgel als Instrument zu beherrschen, war zudem ein Ansporn. Tim Röttger sieht die Ausbildung auch als Chance, sich persönlich weiterzuentwickeln – nicht nur musikalisch, auch zwischenmenschlich. Beispielsweise durch die Chorleitung, die Kursinhalt ist: „Dass eine größere Gruppe von Menschen einem Dirigenten folgt, lässt sich methodisch lernen.“ Und diese Methoden, glaubt der Nachwuchsmusiker, seien auch für andere Bereiche des Lebens sicher nützlich. Am meisten Spaß hat er beim wöchentlichen Orgelunterricht mit Regionalkantor Werner Hespe. Und weil er das Spiel perfektionieren möchte, setzt er sich oft spät abends an die Orgel in der St.-Joseph-Kirche, um für sich allein zu üben. Dabei kann er die Zeit vergessen, erzählt der Abiturient, der im Sommer ein freiwilliges soziales Jahr an der Musikschule in Havixbeck beginnt. Dann kommt auch schon mal eine nächtliche Nachfrage von seinen Eltern aufs Smartphone, die den Sohn kurz vor Mitternacht suchen… Zum theoretischen Teil treffen sich die Teilnehmenden des Ausbildungskurses immer freitags von 17 bis 21 Uhr in der Kirchenmusikschule in Münster. Neben Literaturspiel, Chorleitung, Liturgiegesang und Tonsatz/Gehörbildung müssen sie Sprechen und Singen sowie die geschichtliche Entwicklung der Kirchenmusik und allgemeine Details zum Orgelbau lernen. Sich freitagmittags aufzuraffen, wenn die Freunde nach Schulschluss ins Wochenende starten, war manchmal schon anstrengend: „Aber in unserem Kursus haben wir schnell Kontakte geknüpft.“ Der 18-Jährige ist der zweitjüngste in der altersgemischten Gruppe. Wie es nach dem sozialen Jahr beruflich bei ihm weitergeht, weiß Tim Röttger noch nicht. Fest steht jedoch, dass er nach Abschluss der zweijährigen Ausbildung nebenher Gottesdienste musikalisch begleiten und vielleicht einen Chor leiten möchte. Die neuen Ausbildungskurse zum C-Kirchenmusiker im Bistum Münster starten im Herbst 2023. Darauf weist Ulrich Grimpe vom Referat Kirchenmusik hin. Voraussetzung sind gute Grundkenntnisse im Klavierspiel, eine bildungsfähige Stimme, das Erkennen von einfachen Intervallen und Harmonien sowie vor allem Freude am Erlernen des Orgelspiels und an der Chorleitung Beginn der zweijährigen Ausbildung ist in der ersten Novemberwoche. Die Studiengebühren betragen monatlich 65 Euro. Anmeldungen sind bis zum 1. September im Referat Kirchenmusik im Bischöflichen Generalvikariat in Münster, Telefon 0251/495570, oder per Mail an kirchenmusik@bistum-muenster.de möglich. Dort gibt es auch weitere Informationen. Die Aufnahmeprüfung für den nächsten Kursus findet am Freitag, 8. September, in Münster statt.

Die Idee seines Onkels klang für Tim Röttger anfangs eher befremdlich. Zwar hatte der Abiturient einen lockeren Bezug zur katholischen Kirche, doch eine Ausbildung zum nebenberuflichen C-Kirchenmusiker wäre dem jungen Mann aus Stadtlohn selbst nicht in den Sinn gekommen. „Obwohl klassische Musik und besonders Kompositionen von Johann Sebastian Bach meine absolute Leidenschaft sind“, wie er sagt. Neugierig gemacht durch seinen Onkel, der Regionalkantor im Kreis Mettmann ist, machte sich Tim Röttger beim Bistum Münster über die Bedingungen schlau – und bestand kurz darauf das Aufnahmeverfahren. 

„Ich wollte einfach Neues ausprobieren“, beschreibt der 18-Jährige seine Motivation. Die Orgel als Instrument zu beherrschen, war zudem ein Ansporn. Tim Röttger sieht die Ausbildung auch als Chance, sich persönlich weiterzuentwickeln – nicht nur musikalisch, auch zwischenmenschlich. Beispielsweise durch die Chorleitung, die Kursinhalt ist: „Dass eine größere Gruppe von Menschen einem Dirigenten folgt, lässt sich methodisch lernen.“ Und diese Methoden, glaubt der Nachwuchsmusiker, seien auch für andere Bereiche des Lebens sicher nützlich.

Am meisten Spaß hat er beim wöchentlichen Orgelunterricht mit Regionalkantor Werner Hespe. Und weil er das Spiel perfektionieren möchte, setzt er sich oft spät abends an die Orgel in der St.-Joseph-Kirche, um für sich allein zu üben. Dabei kann er die Zeit vergessen, erzählt der Abiturient, der im Sommer ein freiwilliges soziales Jahr an der Musikschule in Havixbeck beginnt. Dann kommt auch schon mal eine nächtliche Nachfrage von seinen Eltern aufs Smartphone, die den Sohn kurz vor Mitternacht suchen…

Zum theoretischen Teil treffen sich die Teilnehmenden des Ausbildungskurses immer freitags von 17 bis 21 Uhr in der Kirchenmusikschule in Münster. Neben Literaturspiel, Chorleitung, Liturgiegesang und Tonsatz/Gehörbildung müssen sie Sprechen und Singen sowie die geschichtliche Entwicklung der Kirchenmusik und allgemeine Details zum Orgelbau lernen.

Sich freitagmittags aufzuraffen, wenn die Freunde nach Schulschluss ins Wochenende starten, war manchmal schon anstrengend: „Aber in unserem Kursus haben wir schnell Kontakte geknüpft.“ Der 18-Jährige ist der zweitjüngste in der altersgemischten Gruppe.

Wie es nach dem sozialen Jahr beruflich bei ihm weitergeht, weiß Tim Röttger noch nicht. Fest steht jedoch, dass er nach Abschluss der zweijährigen Ausbildung nebenher Gottesdienste musikalisch begleiten und vielleicht einen Chor leiten möchte.

Die neuen Ausbildungskurse zum C-Kirchenmusiker im Bistum Münster starten im Herbst 2023. Darauf weist Ulrich Grimpe vom Referat Kirchenmusik hin. Voraussetzung sind gute Grundkenntnisse im Klavierspiel, eine bildungsfähige Stimme, das Erkennen von einfachen Intervallen und Harmonien sowie vor allem Freude am Erlernen des Orgelspiels und an der Chorleitung

Beginn der zweijährigen Ausbildung ist in der ersten Novemberwoche. Die Studiengebühren betragen monatlich 65 Euro. Anmeldungen sind bis zum 1. September im Referat Kirchenmusik im Bischöflichen Generalvikariat in Münster, Telefon 0251/495570, oder per Mail an kirchenmusik(at)bistum-muenster.de möglich. Dort gibt es auch weitere Informationen. Die Aufnahmeprüfung für den nächsten Kursus findet am Freitag, 8. September, in Münster statt.

Matomo