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Friedenssängerinnen und -sänger tragen ihr Lied in die Welt

Festival des Jugendchorverbands Pueri Cantores endet in Münster

1.600 junge Sängerinnen und Sänger aus ganz Deutschland feierten den Abschluss des Pueri-Cantores-Chorfestes im St.-Paulus-Dom. Foto: Bischöfliche Pressestelle

Vielstimmiger Gesang von mehr als 1.600 jungen Sängerinnen und Sängern, ein voll besetzter St.-Paulus-Dom und überall frohe Stimmung: Mit einem festlichen Gottesdienst hat am 17. September das bundesweite Jugendchorfestival des Verbandes „Pueri Cantores in Münster geendet. 55 katholische Kinder- und Jugendchöre aus ganz Deutschland erlebten und gestalteten drei Tage lang ein fröhliches Programm rund um Gesang und Glauben.

Den Abschlussgottesdienst leitete Münsters Bischof Dr. Felix Genn. Schon zu Beginn zeigte er sich begeistert „von einem Dom, gefüllt mit jungen Menschen, und diesem wunderbaren Gesang.“ Er dankte den jungen Gästen und ihren Begleitungen „für euren vielfältigen Dienst zum Lob Gottes und für eure Gemeinschaft.“

In seiner Predigt bezog sich Genn auf das Tagesevangelium, in dem Jesus zum grundsätzlichen Einander-Verzeihen auffordert. „Er will damit zeigen, was das Reich Gottes, bedeutet: verzeihen und vergeben“, erklärte der Bischof.

Oft verlange man, dass andere bestraft würden, spreche sie schuldig und sei gleichzeitig zurückhaltend, den eigenen Anteil an Streit und Unfrieden zuzugeben. „Frieden aber fängt an, wenn wir aufhören, einander zu beschuldigen, wenn wir vergeben und der Rache und Vergeltung keinen Raum mehr lassen“, sagte Genn unter Verweis auf das Leitwort des Festivals „Gib Frieden“. Das sei oft schwer, wenn man verletzt worden sei. „Es gibt keinen Knopf, auf dem Vergebung steht, den man drücken könnte und dann wäre alles okay“, räumte der Bischof ein. Das gelinge oft nur Schritt für Schritt.

Mit Blick auf das 375-jährige Jubiläum des Westfälischen Friedens und auf den aktuellen Ukraine-Krieg fragte Genn, wie trotz tiefer Verletzungen nach einem Krieg Frieden gelingen und was man selbst dazu beitragen könne. In Anlehnung an die Friedensreiter, die bei den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden 1648 im Einsatz waren, lud er die Kinder und Jugendlichen ein, „als Friedenssängerinnen und Friedensänger von Münster aus den Frieden in eure Familien, eure Gemeinschaften und die Welt zu bringen.“

Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Matthias Balzer, Vize-Präsident des Chorverbands Pueri Cantores Deutschland, bei den Organisatoren des Festivals, stellvertretend bei Domkapellmeister Alexander Lauer und Andreas Müller, dem ersten Vorsitzenden des Diözesanverbands der Pueri Cantores. „Lasst nie in euren Herzen die Flamme der Hoffnung erlöschen, dass wir uns wiedersehen, dass Friede keine Utopie ist, sondern Wirklichkeit werden kann und dass das Lied der Pueri Cantores in der ganzen Welt erklingt“, ermutigte er die Mädchen und Jungen. Begeisterter Applaus antwortete ihm und erklang zum Auszug noch einmal, begleitet vom fröhlichen Schwenken der Programmhefte und von Jubel – sicht- und hörbarer Ausdruck der Freude, die die jungen Sängerinnen und Sänger an den Festivaltagen gehabt hatten.

Das bestätigt auch Andreas Müller: „Es war ein rundum gelungenes Chorfestival mit vielen jungen begeisterten Menschen, die wunderbar gesungen haben und eine klare Botschaft, nämlich ,Gib Frieden‘, transportiert haben.“ Für die Münsteraner Gastgeber zog Julia Wehofsky ein ebenso positives Fazit: „Die Gemeinschaft der Pueris und die spürbare Freude am Singen wird mir noch lange in sehr guter Erinnerung bleiben. Die Stimmung in der Münsteraner Innenstadt über diese drei Tage war phänomenal. Ich bin beeindruckt, wie die jungen Sängerinnen und Sänger, aber auch die vielen ehrenamtlichen Helfenden, dieses Festival zu einem ganz besonderen und vielfältigen Event gemacht haben.“

Matomo